Pergola mit Rankgerüst Kinderspital
Bogen mit Kletterhilfe und Ausschnitt
Bogenförmige Pergola mit geflochtenen Seiten in Tunnelform.
Architektur: Herzog & de Meuron.
Für das Kinderspital Zürich realisierten wir eine Pergola mit integriertem Rankgerüst als reine Kletterhilfe für Pflanzen.
Die Konstruktion steht im bestehenden Schattenbereich und dient nicht als Schattenspender, sondern als tragende Struktur für die Begrünung. Über die Zeit entwickelt sich daraus ein natürlich bewachsener Ort der Ruhe.
Die schlanke Stahlkonstruktion ist zurückhaltend gestaltet und fügt sich ruhig in die Umgebung ein – funktional, langlebig und auf die sensible Atmosphäre des Spitalareals abgestimmt.

Innenansicht der Pergola im Areal des Kinderspital Zürich.
Die geschwungene Stahlkonstruktion bildet einen begehbaren Durchgang zwischen den bepflanzten Rankwänden. Mit zunehmendem Wachstum der Kletterpflanzen entsteht ein grüner, gefasster Raum, der Ruhe und Geborgenheit vermittelt.
Die klare Struktur des Rankgerüsts bleibt konstruktiv präsent, tritt visuell jedoch zugunsten der Begrünung in den Hintergrund.

Die Rankwände bestehen aus geflochtenem Flachstahl, der eine stabile und zugleich filigrane Struktur für die Kletterpflanzen bildet. Mit zunehmender Begrünung verschmilzt die Stahlkonstruktion optisch mit dem Pflanzenwuchs und wird Teil des lebendigen Gefüges.
So entsteht eine klare architektonische Struktur, die sich über die Zeit immer stärker in einen grünen, ruhigen Rückzugsort verwandelt.

Im oberen Bereich öffnet ein runder Ausschnitt im Geflecht den Blick in den Himmel.
Die Öffnung unterbricht bewusst die geschlossene Rankstruktur und bringt zusätzliches Licht in den Durchgang. Gleichzeitig entsteht eine ruhige, fast kontemplative Geste – ein Moment des Innehaltens innerhalb der bewachsenen Architektur.
Die klare Stahlform bleibt konstruktiv präzise, während der freie Blick nach oben dem Ort eine besondere Weite verleiht.

Im Zentrum des Weges ist eine schalenförmige Vorrichtung als kleiner Brunnen eingesetzt. Der Brunnen selbst wurde durch den Gartenbauer gesetzt und ergänzt die Pergola als ruhiges, sinnliches Element.

Das regelmässige Geflecht bietet den Pflanzen vielfältige Anknüpfungspunkte und unterstützt ein natürliches, dichtes Wachstum. Die klare Stahlstruktur bleibt dabei sichtbar, tritt jedoch mit zunehmender Begrünung immer stärker in den Hintergrund.
So entsteht ein lebendiges Zusammenspiel von präziser Metallkonstruktion und organischem Pflanzenwuchs.

Draufsicht aus dem Fenster auf den Innenhof des Kinderspital Zürich.
Gut sichtbar sind die segmentierten Elemente der Pergola sowie die Verschraubungen, mit denen die einzelnen Teile vor Ort verbunden wurden. Die Konstruktion musste für Transport und Einbringung in kleinere Module unterteilt werden.
Erst auf der Baustelle wurden die gebogenen Stahlprofile präzise zusammengesetzt und dauerhaft verschraubt – eine Lösung, die Logistik und architektonische Form elegant miteinander verbindet.

Ausschnitt aus dem Werkstattplan der Pergola.
Die Zeichnungen zeigen Ansichten, Schnitte und Details der gebogenen Stahlprofile sowie die segmentierte Aufteilung für Produktion und Transport. Auch das Geflecht aus Flachstahl und der runde Ausschnitt im oberen Bereich sind konstruktiv klar definiert.
Die Explosionsdarstellung verdeutlicht den modularen Aufbau und die präzise Abstimmung der einzelnen Elemente vor der Fertigung.

Ansicht des 3D-Modells der Pergola.
Das Modell zeigt die klare, bogenförmige Geometrie sowie das regelmässige Raster der geflochtenen Flachstahlstruktur. Die symmetrische Darstellung macht Proportion, Durchgangshöhe und Krümmung der Konstruktion präzise nachvollziehbar.
Die digitale Planung bildete die Grundlage für Statik, Segmentierung und Fertigung der einzelnen Module.

Draufsicht des 3D-Modells.
Die Ansicht verdeutlicht die modulare Segmentierung der gebogenen Elemente sowie das durchgehende Raster des Rankgeflechtes. In der Mitte ist der runde Ausschnitt klar erkennbar, der die geschlossene Struktur bewusst öffnet.
Die Draufsicht zeigt zudem die regelmässige Reihung der Bogenelemente und deren präzise Verschraubung entlang der Längsachse.





Die einzelnen Elemente mussten per Manpower in den Lichthof transportiert werden, da kein Kran diesen Bereich erreichen konnte. Die modulare Aufteilung der Konstruktion war daher entscheidend für Logistik und Montage.
Vor Ort wurden die gebogenen Stahlsegmente präzise zusammengesetzt und verschraubt – Schritt für Schritt entstand die bogenförmige Struktur im geschützten Innenraum.

Vertikalschnitt im 3D-Modell des Brunnenelements.
In Grün dargestellt ist der runde Steintrog aus Naturstein. Darin integriert befindet sich eine Edelstahlschale mit Überlauf und Abfluss, welche die kontrollierte Wasserführung gewährleistet.
Die umlaufenden, unten gelochten Ringe wurden mit Kies gefüllt. Diese Konstruktion ermöglicht die Entwässerung und sorgt gleichzeitig für eine saubere Einbindung in den Bodenaufbau.