Wildschwein für Kinder- Bühne
Requisiten und Bühnenbild
Agentur: Festbüro Stolz
Auftraggeber: Peter Rinderknecht, Schauspieler
Für eine Kinderbühne realisierten wir ein begeh- und bespielbares „Wildschwein“ als mobiles Bühnenelement.
Die Konstruktion besteht aus einem zerlegbaren Stahlwagen mit Wellblechverkleidung, aufgebaut auf Rädern und ausgelegt für den flexiblen Einsatz im Theaterbetrieb. Integriert sind ein Sitz, eine funktionale Lenkung sowie mehrere Klappen und bewegliche Elemente. Das Objekt wurde so konzipiert, dass es während der Aufführung aktiv bespielt werden kann, Geräusche erzeugt und unterschiedliche szenische Funktionen übernimmt.
Im Fokus standen eine robuste Stahlkonstruktion, einfache Montage und Demontage sowie eine sichere Nutzung auf der Bühne – bei gleichzeitig hoher gestalterischer Präsenz.
Der Wagen übernimmt im Stück eine zentrale Rolle und fungiert gleichzeitig als Requisit und wandelbares Bühnenbild.
Die Stahlkonstruktion mit Wellblechverkleidung ist auf Rädern gelagert und vollständig zerlegbar ausgeführt. Seitenklappen, Sitz, Lenkung und weitere bewegliche Elemente ermöglichen unterschiedliche Spielsituationen und schnelle Szenenwechsel. In geöffnetem Zustand entstehen zusätzliche Spielräume im Innern des Wagens.
Die gesamte Installation stellt ein „Wildschwein vor einem Wagen“ dar – eine skulpturale Kombination aus Figur und Fahrzeug, die während der Aufführung bespielt wird, Geräusche erzeugt und vielfältige theatrale Funktionen übernimmt.

Das „Wildschwein“ im Einsatz während der Aufführung.
Im Bühnenbetrieb zeigt sich die Vielseitigkeit der Konstruktion: Der Wagen wird aktiv bewegt, bespielt und in die Handlung integriert. Durch die robuste Stahlbauweise bleibt das Objekt auch bei dynamischer Nutzung stabil, während Räder, Lenkung und bewegliche Bauteile gezielt in das Spiel eingebunden werden.
Als Kombination aus Figur und Fahrzeug wird das „Wildschwein“ zum zentralen szenischen Element – funktionales Requisit, Klangkörper und Bühnenbild in einem.
Der „Kopf“ des Wildschweins ist als funktionale Einheit mit integrierter Lenkung ausgebildet.
Die vordere Konstruktion übernimmt nicht nur die gestalterische Anmutung des Tieres, sondern dient gleichzeitig als steuerbares Element des Wagens. Ergänzende Ablageflächen und Halterungen erweitern die Nutzungsmöglichkeiten während der Aufführung.
Ziel war es, möglichst viele Varianten der Bespielbarkeit zu schaffen – vom aktiven Fahren und Lenken über das Sitzen bis hin zum Einbinden zusätzlicher Requisiten. So entsteht ein wandelbares Bühnenobjekt, das sich flexibel an unterschiedliche Szenen und Anforderungen anpassen lässt.

Ein weiterer Ausschnitt aus der Aufführung zeigt das „Wildschwein“ als atmosphärisch prägendes Bühnenelement.
Die Konstruktion wirkt nicht nur als fahrbarer Wagen, sondern als skulpturale Präsenz im Raum. Selbst im ruhenden Zustand bleibt das Objekt Teil der szenischen Erzählung: Die offene Front, die geschwungenen Stahlformen und die beweglichen Elemente schaffen eine starke visuelle Spannung.
Gerade in ruhigeren Momenten wird deutlich, wie das Bühnenobjekt als Spielpartner fungiert – es definiert Raum, unterstützt die Dramaturgie und bleibt als technische Konstruktion bewusst sichtbar.

Zur Überprüfung von Funktion, Proportionen und Bewegungsabläufen wurden im Vorfeld detaillierte Werkzeichnungen erstellt.
Anhand der Ansichten und Schnitte konnten Abmessungen, Radstände, Lenkgeometrie sowie die Integration von Sitz, Klappen und Tragstruktur präzise definiert werden. Die Zeichnungen dienten als Grundlage für Materialdisposition, Fertigungsplanung und die Abstimmung der beweglichen Bauteile.
So wurde sichergestellt, dass das „Wildschwein“ sowohl in seinen Dimensionen als auch in seiner technischen Funktion den Anforderungen des Bühnenbetriebs entspricht.
Die Federung der Hinterachse musste absichtlich ungenau und klapperig gebaut werden. Wenn sich der Wegen bewegt, muss er ein wenig schaukeln und Klappergeräusche machen.