Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen Wintertuhr
Kunde: Kueng Caputo für Kanton Zürich
Für dieses Projekt realisierte Metall Werk Zürich AG einen funktionalen und zugleich gestalterisch integrierten Abschluss im Innenausbau.
Das Kipptor dient als flexibler Raumabschluss im Bibliotheksbereich. Im geöffneten Zustand verschwindet es platzsparend, im geschlossenen Zustand sorgt es für klare Zonierung und Sicherheit. Konstruktion, Mechanik und Oberflächen wurden so ausgeführt, dass sich das Element selbstverständlich in die bestehende Architektur einfügt.
Ergänzend dazu wurden Sonnendächer mit integrierter Ablagefläche umgesetzt. Die Konstruktion vereint Witterungsschutz mit zusätzlicher Nutzfläche und ist präzise in das Tragwerk eingebunden. Neben der statischen Funktion spielt auch hier die gestalterische Integration eine zentrale Rolle.
Planung, Detailentwicklung und Produktion erfolgten im eigenen Haus – mit besonderem Augenmerk auf robuste Konstruktion, langlebige Materialien und saubere Anschlüsse im Bestand.

Als Raumabschluss zwischen Bibliothek und Durchgangszone wurde über der Theke ein kippbares Element montiert.
Durch die leichte Füllung wirkt der Abschluss transparent und zurückhaltend, sodass die offene Atmosphäre des Raumes auch im geschlossenen Zustand erhalten bleibt. Die Konstruktion ist so ausgelegt, dass sie einfach bedient werden kann und sich harmonisch in die Deckenstruktur integriert.
Der Abschluss dient primär als Nachtabschluss und zur klaren Zonierung ausserhalb der Öffnungszeiten. Hohe sicherheitstechnische Anforderungen standen nicht im Vordergrund – vielmehr ging es um eine funktionale, elegante Lösung, die Gestaltung und Nutzung sinnvoll verbindet.

An den Säulen vor dem Haupteingang wurden Stehtische mit integriertem Regen- und Sonnenschutz montiert.
Die Konstruktionen sind direkt an die Stützen angebunden und bilden eine geschützte Aufenthaltszone im Aussenbereich. Die farbigen Füllungen dienen nicht nur als Witterungsschutz, sondern erzeugen durch das einfallende Sonnenlicht lebendige, farbige Schatten auf dem Asphalt.
So entsteht ein funktionaler Treffpunkt mit gestalterischem Mehrwert – unter anderem auch als geschützter Aufenthaltsbereich für Raucher.

Um das bestehende Vordach gestalterisch einzubinden, wurden auch dessen Glasscheiben mit farbigen Folien versehen.
Die farbigen Flächen greifen die Gestaltung der Stehtische auf und erzeugen ein harmonisches Gesamtbild vor dem Haupteingang. Durch das einfallende Tageslicht entstehen zudem lebendige Licht- und Schatteneffekte, die den Eingangsbereich atmosphärisch aufwerten.
So verbindet sich das bestehende Bauteil mit den neuen Elementen zu einer klaren, zusammenhängenden Gestaltungssprache.

Hier ein Bild des Nachtabschlusses zur Bibliothek im geschlossenen Zustand.
Als Füllung wurden leichte Doppelstegplatten gewählt, um das Eigengewicht der kippbaren Konstruktion gering zu halten und eine einfache Bedienung zu ermöglichen. Trotz der reduzierten Bauweise erfüllt das Element seine Funktion als klarer Raumabschluss ausserhalb der Öffnungszeiten.
Auch die Doppelstegplatten wurden mit einer farbigen Folie versehen. Dadurch fügt sich der Abschluss gestalterisch in das Gesamtkonzept ein und greift die Farbigkeit der weiteren Elemente im Eingangsbereich wieder auf.

Funktion und Design wurden vorgängig im 3D-CAD detailliert simuliert.
Dabei konnten Bewegungsabläufe, Kippmechanik, Gewicht, Anschlagpunkte und Befestigungen präzise überprüft und optimiert werden. Gleichzeitig wurde die gestalterische Wirkung im Raum – Proportionen, Transparenzgrad und Farbwirkung – virtuell beurteilt.
Durch diese modellbasierte Planung liessen sich technische und ästhetische Anforderungen frühzeitig aufeinander abstimmen. Das Ergebnis ist eine Lösung, die konstruktiv funktioniert und sich gestalterisch selbstverständlich in das Gesamtkonzept einfügt.


Vertikalschnitt im 3D-Modell des kippbaren Nachtabschlusses.
Die Verankerung erfolgt über innenliegende Stangenriegel im Flügelrahmen, die beim Schliessen kraftschlüssig in die Decke einrasten. Dadurch entsteht eine stabile Fixierung ohne sichtbare, zusätzliche Verriegelungselemente im Raum.
Die Bedienung erfolgt von der Seite der Bibliothek aus. So bleibt die Mechanik für Besucher unzugänglich und die Durchgangszone frei von störenden Bedienelementen.
Die 3D-Durcharbeitung ermöglichte es, Bewegungsablauf, Anschlagpunkte und Verriegelung präzise aufeinander abzustimmen und sowohl Funktion als auch Gestaltung sauber zu integrieren.



Vertikalschnitt im 3D-Modell des kippbaren Nachtabschlusses.
Die Verankerung erfolgt über innenliegende Stangenriegel im Flügelrahmen, die beim Schliessen kraftschlüssig in die Decke einrasten. Dadurch entsteht eine stabile Fixierung ohne sichtbare, zusätzliche Verriegelungselemente im Raum.
Die Bedienung erfolgt von der Seite der Bibliothek aus. So bleibt die Mechanik für Besucher unzugänglich und die Durchgangszone frei von störenden Bedienelementen.
Die 3D-Durcharbeitung ermöglichte es, Bewegungsablauf, Anschlagpunkte und Verriegelung präzise aufeinander abzustimmen und sowohl Funktion als auch Gestaltung sauber zu integrieren.

Auch die Säulen während der Bauphase, an denen später die Stehtische mit Regen- und Sonnendächern montiert wurden.
Vor der Montage mussten Untergrund, Höhen und Befestigungspunkte exakt geprüft und vorbereitet werden. Schutzmassnahmen während der Bauphase verhinderten Beschädigungen an der bestehenden Fassadenverkleidung.
Erst nach Abschluss der Vorarbeiten konnten die Tragkonstruktionen präzise an die Stützen angebunden werden – eine saubere Schnittstelle zwischen Bestand und neuer Metallkonstruktion war dabei entscheidend für Stabilität, Optik und Dauerhaftigkeit.



Die von den Designerinnen geforderten freien, organischen Formen wurden im 3D-Modell präzise an die bestehenden Säulen angepasst.
Das Modell diente dazu, Geometrie, Radien und Übergänge exakt auf die vorhandene Stützenform abzustimmen. Gleichzeitig konnten Tragstruktur, Glasauflager und Befestigungspunkte konstruktiv integriert werden, ohne die gestalterische Leichtigkeit der Form zu beeinträchtigen.
So entstand eine Lösung, die Designanspruch und technische Machbarkeit vereint – formal eigenständig, konstruktiv durchdacht und exakt auf den Bestand abgestimmt.

Einblick in die Produktion der Schirmdächer in unserer Werkstatt.
Die Tragkonstruktionen wurden bei uns im Haus gefertigt, verschweisst und für die Weiterverarbeitung vorbereitet. Durch die Vorfertigung konnten Passgenauigkeit, Oberflächenqualität und Anschlussdetails bereits vor der Montage auf der Baustelle kontrolliert werden.
Die Werkstattphase ist ein zentraler Schritt im Projektablauf: Hier treffen Planung und handwerkliche Umsetzung direkt aufeinander – präzise gefertigt, vorbereitet für eine effiziente und saubere Montage vo

Durch das vorgängige Zusammenbauen der Bauteile in unserer Werkstatt vermeiden wir Überraschungen bei der späteren Montage auf der Baustelle. Hier ist der Aufbau im Rohzustand – noch ohne Oberflächenbehandlung. In dieser Phase werden Passgenauigkeit, Geometrie und Stabilität sorgfältig geprüft sowie die spätere Montageabfolge durchgespielt. Erst wenn alle Details kontrolliert und optimiert sind, erfolgt die Demontage für die Oberflächenbehandlung und die Vorbereitung der Endmontage. Dieses Vorgehen erhöht die Qualität, spart Zeit auf der Baustelle und sorgt für einen reibungslosen Ablauf vor Ort.