Steg über Biotop für Rollstuhlfahrer
Architekt: Berchtold Lenzin
Für: Grün Stadt Zürich, Schule für Körper- und Mehrfach behinderte (SKB)
Für dieses Projekt waren wir verantwortlich für den Bau und die Montage des Stegs mit Geländer.
Der Steg führt barrierefrei über das Biotop und ermöglicht auch Rollstuhlfahrenden einen sicheren Zugang zur Umgebung. Konstruktion, Geländerführung und Belag wurden so ausgeführt, dass sie den Anforderungen an Stabilität, Dauerhaftigkeit und Sicherheit im sensiblen Naturraum gerecht werden.
Von der Werkplanung über die Fertigung bis zur Montage vor Ort realisierten wir die gesamte Metallkonstruktion als robuste und präzise abgestimmte Lösung.

Um das bestehende Biotop der Schulanlage auch für körperlich eingeschränkte Jugendliche zugänglich zu machen, wurde ein barrierefreier Steg zwischen den beiden Zugängen realisiert.
Die gesamte Stahlkonstruktion inklusive Geländer wurde von uns gefertigt und montiert. Der Belag aus Gitterrosten gewährleistet Rutschfestigkeit und Dauerhaftigkeit im Aussenbereich.
Die Konstruktion wurde in einem warmen Braunton pulverbeschichtet, sodass sich der Steg möglichst unauffällig in die natürliche Umgebung einfügt und sich harmonisch in das Gelände integriert.

Hier die Grünanlage im Sommer. Der Teich war bislang nur vom Geländer des Pausenplatzes aus sichtbar und für die Jugendlichen nicht direkt zugänglich.
Die neue Wegführung wurde so geplant, dass der Teich zwischen den bestehenden Bäumen umfahren wird. Dadurch blieb der Baumbestand erhalten und das Biotop konnte möglichst schonend integriert werden. Der Steg fügt sich als zurückhaltende Konstruktion in die Vegetation ein und schafft einen neuen, unmittelbaren Bezug zur Natur.

Der bestehende Baumbestand wurde sorgfältig geschützt und vorgängig exakt eingemessen.
Die Stahlkonstruktion des Stegs wurde so geplant, dass sie die Baumstämme präzise umgeht. Entsprechende Aussparungen in Tragwerk und Belag ermöglichen einen spannungsfreien Einbau, ohne die Wurzeln oder Stämme zu beeinträchtigen.
Zusätzlich wurde ein Rammschutz integriert, der die Baumstämme vor Beschädigungen durch Rollstühle schützt und gleichzeitig die Sicherheit der Nutzer gewährleistet.

Die Seite zum Teich wurde mit einem durchgehenden Geländer gesichert, um die notwendige Absturzsicherheit zu gewährleisten.
Auf der Aussenseite konnte aufgrund der geringeren Gefährdungssituation bewusst auf ein Geländer verzichtet werden. So bleibt der Steg offen und fügt sich leichter in die Umgebung ein, ohne die Sicherheit der Nutzer zu beeinträchtigen.

Kaum zwei Gitterroste sind identisch ausgeführt.
Die geschwungene, freie Aussenform der Gehfläche stellte besondere Anforderungen an Planung und Fertigung. Jeder Rost musste individuell angepasst werden, wobei darauf zu achten war, dass die Maschen trotz der unterschiedlichen Geometrien stets in die gleiche Richtung verlaufen. So entstand eine ruhige, einheitliche Oberfläche – technisch präzise umgesetzt und gestalterisch stimmig in die Linienführung des Stegs integriert.

Die bestehende Abgrenzung zum Pausenplatz entsprach nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen.
Das Geländer wurde deshalb überarbeitet und statisch ertüchtigt. Zusätzliche Pfosten sowie horizontale Streben wurden integriert, um die notwendige Stabilität und Absturzsicherheit zu gewährleisten. So konnte die bestehende Konstruktion erhalten und gleichzeitig normgerecht an die neue Nutzung angepasst werden.

Im selben Arbeitsschritt wurde die gesamte Stahlkonstruktion neu feuerverzinkt, um einen langfristigen Korrosionsschutz sicherzustellen.
Die bestehenden Holzhandläufe wurden ersetzt und erneuert. So erhielt das Geländer nicht nur die erforderliche statische und sicherheitstechnische Aufwertung, sondern auch eine nachhaltige, wartungsarme Oberfläche für den dauerhaften Einsatz im Aussenbereich.

Ein Ausschnitt aus dem Gitterrost-Auszug zeigt die Vielzahl unterschiedlicher Elementformen. Jeder Rost wurde individuell gefertigt und exakt auf die geschwungene Linienführung sowie die Positionen der Baumstämme abgestimmt.
Auch die Montage stellte besondere Anforderungen: Die gesamte Konstruktion musste ohne Kran an den Bestimmungsort transportiert werden. Deshalb wurde der Steg in handliche Bauteilgruppen unterteilt und vor Ort präzise verschraubt. So konnte die Anlage schonend in das bestehende Biotop integriert werden.

Die unterschiedlichen Konstruktionen von neuen und bestehenden Elementen wurden bewusst beibehalten und gestalterisch klar voneinander abgesetzt.
So bleibt die Ergänzung als zeitgemässe Intervention lesbar, ohne den Bestand zu verleugnen. Gleichzeitig entsteht ein stimmiges Gesamtbild, in dem Alt und Neu konstruktiv aufeinander reagieren und funktional miteinander verbunden sind.

Die vertikalen Staketen sind so ausgebildet, dass sie optisch im Boden zu verschwinden scheinen.
Durch die bündige Einbindung in die Unterkonstruktion und den Verzicht auf sichtbare Fussplatten entsteht eine ruhige, klare Linie. Das Geländer wirkt leicht und zurückhaltend – die Konstruktion tritt in den Hintergrund und lässt dem Naturraum den Vortritt.

Im Zuge der Sanierung wurden auch die bestehenden Sitzbänke überarbeitet.
Die alten Konstruktionen erhielten neue Holzroste, wodurch die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert wurde. So fügt sich die Erneuerung des Stegs stimmig in das gesamte Umfeld ein und wertet den Aussenraum als Begegnungs- und Aufenthaltsort nachhaltig auf.